Erster Vortrag

GA 94/1906-02-19/p018 ·1906-02-19 · original (original)
Record: listeners' notes. Written from listeners' notes, summaries, or memory rather than a shorthand transcript. The wording is the note-taker's as much as Steiner's: weigh a single striking phrase here far more cautiously than the same phrase in a stenographic volume, and do not rest an argument on one word. Evidence: «Zusammenfassungen und Notizen von Vorträgen u. Vortragsreihen» (Summaries and notes of lectures and lecture cycles). Rudolf Steiner Verlag Gesamtverzeichnis 2022, volume subtitle. The translation is the maintainer's, not a published one.

Der Einweihung in den astralen Plan muß das vorangehen, was man Meditation nennt. Das ist die Versenkung der Seele in sich selbst, ich habe es hier öfter geschildert. Um zu einem meditativen Erleben zu kommen, muß sich der Mensch zunächst blind und taub machen gegenüber allen sinnlichen Eindrücken. Nichts darf ihn stören, Kanonen muß man losschießen können, ohne daß er in seinem inneren Erleben etwas davon vernimmt. Das gelingt einem nicht so ohne weiteres, aber durch ständiges Üben kann man die entsprechende Fähigkeit erwerben. Der Mensch hat sich auch für das, was er schon erlebt hat, unempfänglich zu machen, das Gedächtnis muß ausgelöscht werden. Rein mit sich selbst beschäftigt muß die Seele werden, dann können aus ihrem Inneren die ewigen Wahrheiten aufsteigen, ewige Wahrheiten, die geeignet sind, nicht bloß unser Verstehen zu wecken, sondern die in unserer Seele wie verzaubert schlummernden Fähigkeiten zu entbinden. Diese großen, ewigen Wahrheiten werden dem Menschen je nach der Reife aufgehen, die er durch sein Karma erlangt hat: dem einen, wie Subba Row sagt, in sieben Inkarnationen, dem anderen in siebzig Jahren, einem anderen in sieben Jahren, anderen in sieben Monaten, sieben Tagen oder in sieben Stunden.

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