Kosmogonie V

GA 94/1906-05-29/p010 ·1906-05-29 · original (original)
Record: listeners' notes. Written from listeners' notes, summaries, or memory rather than a shorthand transcript. The wording is the note-taker's as much as Steiner's: weigh a single striking phrase here far more cautiously than the same phrase in a stenographic volume, and do not rest an argument on one word. Evidence: «Zusammenfassungen und Notizen von Vorträgen u. Vortragsreihen» (Summaries and notes of lectures and lecture cycles). Rudolf Steiner Verlag Gesamtverzeichnis 2022, volume subtitle. The translation is the maintainer's, not a published one.

Zweitens der Ätherleib. Wie kann man ihn verstehen? Wir wissen, daß die Hypnose ein anderes Bewußtsein weckt, nicht nur in dem hypnotisierten Subjekt, sondern auch in dem Hypnotiseur, der seiner Versuchsperson alles, was er will, suggerieren kann. Er kann bewirken, daß sie einen Stuhl für ein Pferd hält, aber er kann ihr auch suggerieren, daß der Stuhl nicht da ist oder daß in einem Zim-. mer voller Leute niemand ist. Der Eingeweihte kann nach Belieben diese Fähigkeit auf sich selbst anwenden und sich dazu bringen, den physischen Körper der Person, die er vor sich hat, sich abzusuggerieren. Alsdann bemerkt er anstelle des physischen Leibes nicht eine Leere, sondern den Ätherleib. Dieser Leib ist ähnlich dem physischen Leibe, jedoch etwas von ihm verschieden. Er entlehnt von ihm die Form, geht aber etwas über ihn hinaus. Er ist mehr oder weniger leuchtend und fließend. Seine Organe erscheinen als Strömungen von verschiedenen Farben, und anstelle des Herzens finden wir ein wahres Knäuel von Kräften, einen Wirbel von Strömungen. Der Ätherleib ist also ein wirklicher, ätherischer Doppelgänger des physischen Leibes.

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