Populärer Okkultismus VIII

GA 94/1906-07-05/p003 ·1906-07-05 · original (original)
Record: listeners' notes. Written from listeners' notes, summaries, or memory rather than a shorthand transcript. The wording is the note-taker's as much as Steiner's: weigh a single striking phrase here far more cautiously than the same phrase in a stenographic volume, and do not rest an argument on one word. Evidence: «Zusammenfassungen und Notizen von Vorträgen u. Vortragsreihen» (Summaries and notes of lectures and lecture cycles). Rudolf Steiner Verlag Gesamtverzeichnis 2022, volume subtitle. The translation is the maintainer's, not a published one.

Wir wollen heute die Betrachtungen über die Wirkungen des Karmagesetzes fortsetzen. Wiederholen wir das Gesagte: Die Handlungen des vorigen Lebens drücken sich in diesem aus als äußere Lebensschicksale. Die Neigungen, die Temperamentsanlage und so weiter des vergangenen Lebens bilden sich um zu der physischen, gesundheitlichen Konstitution in diesem Leben. Wieder ein anderer Zusammenhang ergibt sich uns, wenn wir das Vorstellungsleben des Menschen betrachten. Dieses Vorstellungsleben ist Tätigkeit unseres Astralleibes. Die Art dieses Vorstellungslebens wirkt ein auf den Ätherleib im nächsten Leben, das heißt auf die bleibende moralische Gesinnung des Menschen. Betrachten wir die Stimmung eines Schopenhauer, der Pessimist gewesen ist. Das Leben pessimistisch oder auch optimistisch anzusehen, ist eine Eigenschaft des Ätherleibes, und beim Pessimismus ist diese Haltung dadurch verursacht, daß ein solcher Mensch in seinem vorigen Leben unbefriedigende oder unglückliche Erfahrungen gemacht hat. (Siehe Anhang.) Wenn jemand viele abfällige Urteile über seine Mitmenschen fällt, so recht ein Kritikaster ist, so drückt sich diese Neigung des einen Lebens im nächsten Leben in einer gewissen Verfassung des physischen Leibes aus, und zwar darin, daß der Betreffende früh altert und überhaupt wenig Jugendlichkeit zeigen wird. Das ist überhaupt eine gute Vorbedingung für das nächste Leben: allen Menschen nicht abstoßend, sondern liebevoll entgegenzutreten.

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Cite: GA 94/1906-07-05/p003 · edition original