Populärer Okkultismus VIII
Beim gegenwärtigen Menschen hat das Ich auf den physischen Leib geringen Einfluß, auf den Ätherleib etwas mehr, aber noch wenig, und auf den Astralleib den größten Einfluß. Alles, was vom Menschen-Ich im vorigen Leben noch nicht durchgearbeitet worden ist, wirkt auf dem Wege der gewöhnlichen Vererbung weiter und tritt ihm im neuen Leben als Karma entgegen: beim Menschen unserer Zeit also vom Astralleib ein geringerer oder größerer Teil, vom Ätherleib das meiste und vom physischen Leibe gewöhnlich alles. Könnte man nachforschen, so würde man bei einem Eingeweihten, bei einem Meister, folgendes finden: Wenn er geboren wird, dann sieht er der Familie nur äußerlich etwas ähnlich, er gleicht vielmehr in seiner ganzen Erscheinung der vorigen Inkarnation, weil er schon in den physischen Leib hineinarbeiten konnte. Am stärksten herrscht die Vererbung da, wo keine ausgesprochenen Individualitäten sich inkarnieren. Wo die Persönlichkeiten stark differenziert und ausgeprägt sind, da findet man wenig Ähnlichkeiten. Nehmen wir einen menschlichen Wesenskern mit bestimmten Fähigkeiten an, der vor Jahrhunderten inkarniert war und nun einer neuen Verkörperung zustrebt. Vermöge seiner Eigenschaften muß er sich hingezogen fühlen zu Eltern, deren physische Eigenschaften am meisten seinen Kapazitäten entsprechen. Er sucht sich die Familie aus, die ihm durch ihre leibliche Beschaffenheit und Wesensart den geeignetsten physischen Leib geben kann, den er gerade braucht, um seine Fähigkeiten ausleben zu können. Ein großer Musikergeist braucht eine Vorfahrenreihe, die ihm einen Leib geben kann, in dem er am besten ein Organ für seine Betätigung finden kann. Dies ist der Sinn des zunächst paradoxen Ausspruches: Die Eltern sind den Kindern ähnlich.