Populärer Okkultismus VIII
Es entsteht noch die Frage: Hat der Mensch in Kamaloka und Devachan nichts anderes zu tun, als für sich selbst zu arbeiten?. Im Gegenteil, er arbeitet auch an der übrigen Welt. Daß der Mensch immer wieder zu neuen Verkörperungen schreitet, ist nicht sinn- und zwecklos, denn jedesmal hat sich die Erde wesentlich verändert. Nur wenn er etwas Neues lernen kann, kommt er wieder auf die Erde. Was auf dem physischen Plan vor sich geht, hat seinen Ursprung in den geistigen Welten. Wer hat die Stadt Leipzig geschaffen mit ihrer Kultur, ihren Häusern, Straßen und so weiter? Das hat der Menschengeist getan. Wer hat die Veränderungen der Flora in Mitteleuropa in den letzten tausend Jahren hervorgerufen? Das ist von geistigen Wesenheiten ausgegangen. Das Materielle ist eben der äußere Ausdruck rein geistiger Vorgänge. Aus dem Devachanplan spinnen sich die Fäden bis zu uns herunter. Die Pflanzenwelt entwickelt sich nicht von selbst, sie wird vom Devachan aus geleitet, von devachanischen Wesenheiten. Und das Tierreich? Ebensowenig wie sich die Steine der Häuser von selber hinlagern, ebensowenig verändert sich die Tierwelt von selbst. Alles, was sich innerhalb der Tierwelt verändert, wird vom Astralplan aus getan, wenigstens was die Tiere mit warmem Blut anbelangt. Die Naturwissenschaft führt die Veränderungen in der Tierwelt auf die Anpassung an die äußeren Lebensbedingungen zurück. Aber es ist ein Notbehelf, wenn man dafür das Wort Anpassung hinsetzt, denn es handelt sich um die Arbeit geistiger Wesenheiten. Die äußere Naturwissenschaft kann die wahren Ursachen dieser Veränderungen niemals entdecken, das kann nur die Geisteswissenschaft. Es gibt Wesenheiten, die es mit der Umgestaltung der Pflanzen- und Tierwelt unserer Erde zu tun haben. Auch der Mensch arbeitet, während er in Kamaloka und Devachan ist, daran mit. Nichts geschieht durch «Wunder», alles ist durch gesetzmäßige Wirksamkeiten bestimmt. So wie der Menschengeist auf dem physischen Plan von kleinen Zelten und Hütten allmählich bis zu Gemeinden und Staaten gestaltet hat, so bildet er auch im Devachan die uns umgebende Fauna und Flora mit um. Wir haben uns selbst das Nest bereitet, in das wir hineingeboren werden. Im Kamaloka allerdings arbeitet der Mensch an den verschiedenen Tierarten.