Vierzehnter Vortrag
Zur vierten Stufe zu gelangen ist sehr schwer. Der Geheimschüler muß ein Gefühl dafür ausbilden, daß der eigene Leib für ihn genau denselben Wert hat wie die Dinge um ihn herum, er muß ihn als etwas Fremdes betrachten lernen, er muß dazu gelangen, zu empfinden: Nicht ich gehe hin, sondern ich trage meinen Leib dahin. Der Schüler lebt dann nicht mehr in seinem Leibe, sondern er trägt ihn wie einen Gegenstand, wie das Kreuzesholz. Diese Übungen führen zu der Vision, daß sich der Schüler selbst gekreuzigt sieht. Und äußerlich sogar offenbart sich diese Einweihungsstufe, indem sich die sogenannten Blutsmale einstellen. Der Schüler erhält dann, entsprechend den Wundmalen der Kreuzigung, an den betreffenden Stellen seines Leibes richtige Stigmata, die sich vorübergehend zeigen können. Diese inneren und äußeren Erlebnisse stellen sich ein nach entsprechender Versenkung.