Zweiter Vortrag
Solange ich bloß an meinem Empfindungsleib arbeite, verwende ich meine Errungenschaften, um diesen meinen Astralleib umzuarbeiten. Mehr kann alle Moral der Welt nicht leisten, ebenso alle Intellektualität. Arbeitet aber wahre Religiosität in mir, so drückt sich diese stärkere Kraft durch den Astralleib hindurch und wirkt bis in den nächstniederen, den Ätherleib hinein. Das ist natürlich eine viel stärkere Leistung, wie wenn das Ich bloß Astralisches umarbeitet, denn das Rohmaterial des Ätherleibes ist ja viel gröber, widerstandsfähiger als der feinere astrale Leib. Das Ergebnis dieser Umwandlung nennen wir den Lebensgeist oder Budhi. Der Lebensgeist ist also der vergeistigte Lebensleib. Ein solcher, der es darin zur höchsten Stufe gebracht hatte, wurde im Orient ein Buddha genannt. Diese ungeheure moralische Kraft geht vom Bewußtsein aus, wenn die drei Seelen durch ein starkes Ich regiert werden. Für die Menschheit im allgemeinen sind das Vorbereitungsstufen. In voller bewußter Weise arbeitet erst der Chela in seinen Ätherleib hinein. Der Chela geht darauf aus, bis in seinen Ätherleib hinein alles zu vergeistigen. Die Chelaschaft ist abgeschlossen, wenn er Budhi ganz in seinen Lebensleib hat hineinströmen lassen, so daß der Lebensleib, den er vom Ich aus veredelt, zum Lebensgeist geworden ist.