Zweiter Vortrag
So sehen wir in geometrischer Klarheit die johanneischen Wunderworte: «Im Urbeginne war das Wort, und das Wort war bei Gott, und ein Gott (Schöpfer) war das Wort. In diesem war das Leben, und das Leben war das Licht der Menschen.» Der Astralleib, der sternenleuchtend ist, der wird zum Wortlicht; der Urgott, das Leben und das Licht, das sind die drei Grundbegriffe des Johannes-Evangeliums. Johannes mußte sich bis zu Budhi hinaufentwickeln, um erfassen zu können, was in dem Christus Jesus sich offenbarte. Die anderen drei Evangelisten waren nicht so hoch entwickelt. Johannes ‚gibt das Höchste, er war ein Erweckter. Johannes heißen alle, die erweckt sind. Das ist ein Gattungsname, und die Auferweckung des Lazarus im Johannes-Evangelium ist nichts anderes als die Beschreibung dieser Erweckung. Der Schreiber des Johannes-Evangeliums, wir werden später seinen Namen hören, nennt sich nie anders als «der Jünger, den der Herr lieb hat». Das ist die Bezeichnung für die intimsten Schüler, für diejenigen, bei denen es dem Lehrer und Meister gelungen ist, den Jünger zu erwecken. Die Beschreibung einer solchen Erweckung gibt der Verfasser des Johannes-Evangeliums in der Auferweckung des Lazarus: «der Herr hatte ihn lieb», er konnte ihn erwecken.