Dritter Vortrag
In der vierten Unterrasse, der griechisch-lateinischen, dringt das Geistselbst hinauf bis in die Bewußtseinsseele. Eben das ist das Erwachen des Bewußtseins, daß es sich selbst gleichsam am Schopfe packt. Das voll erwachte Bewußtsein legt nunmehr nicht nur seinen Verstand und sein Gemüt in die Welt, wie in Jehovas Gesetz, sondern in Hellas legt es sein ganzes Ich in seine Götter hinein, in reine Menschenbilder. Rom aber schafft sich sein idealisiertes Ich in seinem Staate wieder. Die griechischen Götter und der römische Staat sind also das Abbild dessen, was das Ich in sich hat und nun objektiv zu machen sucht.
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