Vierter Vortrag

GA 94/1906-11-02/p003 ·1906-11-02 · original (original)
Record: listeners' notes. Written from listeners' notes, summaries, or memory rather than a shorthand transcript. The wording is the note-taker's as much as Steiner's: weigh a single striking phrase here far more cautiously than the same phrase in a stenographic volume, and do not rest an argument on one word. Evidence: «Zusammenfassungen und Notizen von Vorträgen u. Vortragsreihen» (Summaries and notes of lectures and lecture cycles). Rudolf Steiner Verlag Gesamtverzeichnis 2022, volume subtitle. The translation is the maintainer's, not a published one.

Wir sind vorgestern in unserer Betrachtung dahingekommen, festzustellen, welche großen Gesichtspunkte im Johannes-Evangelium liegen. Heute wollen wir von den Beziehungen des Menschen zu der uns hier auf dieser Erde umgebenden Welt reden. Der Mensch sieht gewöhnlich sich selbst als ein viel zu einfaches Wesen an. In Wirklichkeit ist er aber ein sehr kompliziertes Gebilde. Eine Eigenart des Gegenwartsmenschen ist die Bequemlichkeit, die bis in unser Vorstellungswesen herauf wirkt. Die Wahrheit ist etwas Einfaches nur für jenen, der sich zuerst durch die Mannigfaltigkeit durchgerungen hat. Sie ist wie ein Faden, an dem viele, viele Perlen aufgereiht sind.

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