Vierzehnter Vortrag

GA 95/1906-09-04/p051 ·1906-09-04 · original (original)
Record: listeners' notes. Written from listeners' notes, summaries, or memory rather than a shorthand transcript. The wording is the note-taker's as much as Steiner's: weigh a single striking phrase here far more cautiously than the same phrase in a stenographic volume, and do not rest an argument on one word. Evidence: «Vierzehn Vorträge und zwei Fragenbeantwortungen (Hörernotizen)» (Fourteen lectures and two question-answerings (listeners' notes)). Rudolf Steiner Verlag Gesamtverzeichnis 2022, volume subtitle. The translation is the maintainer's, not a published one.

Wenn wir einen Liebesgedanken aussenden, so bildet er eine wunderschöne Gedankenform, aussehend wie eine Blume, die sich sanft öffnet und den, dem der Liebesgedanke gilt, ganz umfaßt. Denkt man einen Haßgedanken, so bildet er einespitze,eckigeForm, oben geschlossen, um zu verwunden. Dasjenige, was wir als «Meister» bezeichnen, ist die göttliche Stimme, die in uns spricht. Sie spricht immer, aber wir lassen sie nicht immer heraus. Der Liebesgedanke ist offen, da kann die Stimme des Meisters hindurchtönen. Aber die geschlossene Gedankenform des Hasses läßt die göttliche Gedankenform keinen Ausweg finden, so daß sie ungehört bleiben muß.

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