Die geistige Erkenntnis als höchstes Befreiungswesen

GA 96/1906-10-08/p005 ·1906-10-08 · original (original)
Record: unknown. How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.

Es kann nie und nimmer die Aufgabe der geisteswissenschaftlichen Bewegung sein, die bloße Neugierde oder Wißbegierde zu befriedigen. Zwar trifft es zu, daß in den weitesten Kreisen des theosophischen Betriebes bis in unsere Tage herein vielfach diese Neugierde, oder sagen wir es nobler, diese Wißbegierde die Grundlage war, welche die Menschen mit den theosophischen Bestrebungen in Berührung brachte. Aber alle, die lediglich aus bloßer Neugierde kommen, werden sich nach einiger Zeit doch enttäuscht fühlen. Nicht weil die Geisteswissenschaft nicht die ausgiebigsten Mittel hätte, die menschliche Wißbegierde bis in die tiefsten Tiefen des Daseins zu befriedigen, sondern weil das Wissen, um das es sich in der theosophischen Bewegung handelt, nur dann dem Menschen frommt, wenn es ein tätiges Wissen wird, ein Wissen, durch das er handelnd eingreift, das er im täglichen Leben anwendet; wenigstens muß er den Trieb haben, dieses Wissen ins Leben hineinzustellen.

Read this passage in another edition
DEoriginalENEnglish
Raw JSON: /v1/steiner/de/ga/96/1906-10-08/p005.json
Cite: GA 96/1906-10-08/p005 · edition original