Die geistige Erkenntnis als höchstes Befreiungswesen

GA 96/1906-10-08/p014 ·1906-10-08 · original (original)
Record: unknown. How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.

Sie kennen den deutschen Mystiker Cornelius Agrippa von Nettesheim. Sein Lehrer war Johannes Tritheim, Abt von Sponheim. Dieser hat Bücher geschrieben, die dem heutigen materialistischen Bewußtsein entweder als romantisch oder als etwas sehr Barockes erscheinen, jedenfalls als etwas, was man in gewisser Weise gleichgültig hinnimmt. Man glaubt von diesen Schriften, sie seien auch in der Zeit des Johannes Tritheim von Sponheim gleichgültig hingenommen worden. Doch es gibt auch einen Schlüssel zum Lesen dieser Bücher. Wenn man gewisse Dinge vom Anfang und andere vom Ende fortläßt, so bleibt wieder ein Rest, und dieser Rest gibt in den Büchern des Tritheim von Sponheim einen großen Teil dessen wieder, was heute als elementare Theosophie vorgetragen wird. Beim Lesen dieser Schriften liest man also tatsächlich im Unterbewußtsein mit, was heute als Theosophie gegeben wird. Jahrhunderte hindurch haben viele Menschen Theosophie in ihre Seele aufgenommen, ohne daß sie es gewußt haben. Dies sind bedeutsame Einflüsse im Kulturleben gewesen, die sich an solche Vorgänge, wie sie vor acht Tagen hier besprochen wurden, nämlich die Wirkungen von Kupfer und Blei, anreihen lassen.

Read this passage in another edition
DEoriginalENEnglish
Raw JSON: /v1/steiner/de/ga/96/1906-10-08/p014.json
Cite: GA 96/1906-10-08/p014 · edition original