Die geistige Erkenntnis als höchstes Befreiungswesen
Was wird der tun, der nicht im theosophischen Leben steht? Er macht Vorschläge, wie man es besser machen kann. Wie viele soziale Rezepte hat die Menschheit schon erlebt. Dadurch aber unterscheidet sich die theosophische Bewegung von allen den anderen, daß sie mit keinen Rezepten aufwartet, daß sie nichts angibt, wie die Sachen besser zu machen sind. Das ist nicht Zukunftskultur, wenn man sich bemüht, Rezepte zu finden; das ist nicht Zukunftskultur, wenn man darüber diskutiert, wie man den Weltfrieden herstellt. Programme aufzustellen ist Sache der Vergangenheit. Die Zukunft liegt darin, daß Menschen da sind, die aus sich heraus in der richtigen Weise handeln. Die Theosophie schreibt nicht vor, was das Rechte ist, sondern sie zeigt dem Menschen, wie er dazu kommt, das Richtige zu tun. Die Theosophie wird niemals sagen, wenn dreißig Menschen beisammen sind: Diese dreißig leben friedlich zusammen, wenn sie diese oder jene Konstitution haben. Sie zeigt vielmehr jedem Einzelnen, wie er in sich selbst eine Entwickelungsstufe erreichen soll, auf der er ganz von selbst die richtige Ordnung findet, wenn er mit anderen in Wechselwirkung kommt. Das ist die theosophische Aufgabe in der Bewegung der Zukunft.