{"corpus":"steiner","locus":"GA 96/1906-10-22/p004","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Wenn wir das Schicksal der Seele nach dem Tode betrachten wollen, müssen wir uns vor allen Dingen klarmachen, daß alsdann ein ganz neues Verhältnis zwischen dem inneren Menschen und den umliegenden Welten eintritt. Es ist immer gut, wenn man eine Parallele zwischen Tod und Schlaf zieht. So wie der Mensch vor uns steht, ist er aus verschiedenen Gliedern zusammengesetzt. Da haben wir zunächst den physischen Leib vor uns. Ihm liegt wie ein Urbild der Ätherleib zugrunde. In gewisser Beziehung ist dieser Ätherleib der Schöpfer des physischen Leibes. Es hat eine relative Berechtigung, zu sagen, daß der Ätherleib dem physischen Leibe gleicht. Namentlich in seiner Kopfpartie, der oberen Partie, ist der Ätherleib eine Art Doppelbild des physischen Leibes. Der Ätherleib ist der Träger des Temperamentes, aber auch der Träger der Vorstellungen, die sich in der Seele festlegen. Wenn eine Vorstellung bleibendes Eigentum des Menschen wird, so daß sie immer verfügbar ist, dann hat sie sich dem Ätherleib eingeprägt. Der Ätherleib ist der Träger des Gedächtnisses, und der dichteste Teil des Ätherleibes ist der Träger des Gewissens. Das dritte Wesensglied des Menschen ist der Astralleib, der Träger der Begierden und Leidenschaften, der Wünsche, die durch seine Bedürfnisse im Menschen auftauchen. Eine feste Grenze zwischen dem Äther- und dem Astralleib besteht nicht. Das vierte Glied der menschlichen Wesenheit ist das Ich. In ihm ist die Anlage zu dem unsterblichen Menschen, dem Geistesmenschen oder Atma, dem Lebensgeist oder Buddhi und dem Geistselbst oder Manas.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"Die Technik des Karma","site_heading":null,"date":"1906-10-22","location":null,"word_count":240,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/96/1906-10-22/p004","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/96/1906-10-22/p004"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/96/1906-10-22/p004","paragraph_aligned":true}],"record":{"record_type":"unknown","scope":"volume","note":"How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.","evidence":null,"evidence_translation":null,"evidence_source":null}}