Die Technik des Karma

GA 96/1906-10-22/p020 ·1906-10-22 · original (original)
Record: unknown. How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.

Der Mensch bevölkert fortwährend den Astralplan mit Gedankenformen, den Devachanplan mit Formen seiner Neigungen, den Budhiplan mit Abdrücken seiner Handlungen. All dies umgibt uns auf den höheren Planen fortwährend. Das ist die eine Seite. Nun gibt es dazu noch eine andere Seite. Man denke sich, man habe irgendeinem Menschen etwas getan, eine Handlung zugefügt, die ihn geschädigt hat. Während der Kamalokazeit erlebt man das an sich selbst. Was man dann mitnimmt als den Schmerz, den man im anderen erlebt hat, wird eine Kraft, die eingeschrieben wird auf dem Budhiplan. Die Entfaltung dieser Kraft wird dadurch vorbereitet, daß sie auf dem Budhiplan eingetragen ist. Der Mensch wird zu alledem hingeleitet, was auf dem Budhiplan eingeschrieben ist. Durch die Erfahrungen, die ihm in Kamaloka zuteil geworden sind, verbindet er sich wieder mit den Folgen seiner Handlungen auf dem Budhiplan. Weil der Mensch jetzt noch nicht auf dem Budhiplan leben kann, vermag er dies nicht selbst zu tun. Er muß Führer haben. Das sind die Lipikas, die Schicksalsgötter. Sie geleiten den Menschen in sein Schicksal hinein, weil er selbst noch nicht imstande ist, es zu ergreifen.

Read this passage in another edition
DEoriginalENEnglish
Raw JSON: /v1/steiner/de/ga/96/1906-10-22/p020.json
Cite: GA 96/1906-10-22/p020 · edition original