{"corpus":"steiner","locus":"GA 96/1907-01-28_02/p015","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Nun kann man aber, wie Sie sich jetzt leicht vorstellen werden, dieses Obere, dieses Ewige, das durch alle Inkarnationen hindurchgeht, von zwei Gesichtspunkten aus betrachten. Man kann es einerseits als den urewigen Bestand der Menschheit betrachten, andererseits aber auch als Teil der göttlichen Wesenheit, den sie damals abgegeben hat als ein Stück oder einen Tropfen ihres eigenen Inhalts, und der nun versenkt ist in das viergliedrige menschliche Gefäß, so daß, was heute in uns Menschen ruht, ein in Selbständigkeit individualisierter Tropfen der Gottheit ist. So kommen Sie dazu, einzusehen, daß Sie die drei höheren Glieder der menschlichen Natur, das Ewige derselben, nicht bloß als die drei höchsten Prinzipien der Menschennatur betrachten können, sondern auch als drei Prinzipien in der Gottheit selbst. Die Sache ist also so, daß das, was die drei höchsten Glieder der Menschennatur sind, gleichzeitig die drei niederen Glieder der dem Menschen nächststehenden Gottheit darstellen. Wenn Sie die Prinzipien jener Gottheiten, die dazumal den Seelentropfen an die Menschheit abgegeben haben, aufzählen wollten, so müßten Sie, während Sie beim Menschen mit dem physischen Leibe anfangen, mit dem Äther-, dem Astralleib und dem Ich fortfahren, und von Manas bis zu Atma hinaufgehen, mit Manas anfangen, mit Budhi und Atma fortfahren und hinaufgehen zu den Prinzipien, die noch über dem Atma liegen und von denen sich der heutige Mensch erst eine Vorstellung machen kann, wenn er ein Schüler der Eingeweihten wird. So also sehen Sie, daß wir die drei Prinzipien des Menschen, die er in sich schließt als seinen Inhalt, auch als drei göttliche Prinzipien anschauen können.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"Das Vaterunser: Eine esoterische Betrachtung","site_heading":null,"date":"1907-01-28","location":null,"word_count":256,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/96/1907-01-28_02/p015","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/96/1907-01-28_02/p015"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/96/1907-01-28_02/p015","paragraph_aligned":true}],"record":{"record_type":"unknown","scope":"volume","note":"How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.","evidence":null,"evidence_translation":null,"evidence_source":null},"unit_kind":{"kind":"undetermined","base_unit":"GA 96/1907-01-28","note":"A second unit with the same slug as 1907-01-28; whether it is another lecture or another translation of the same one could not be decided from the texts."}}