Das Vaterunser: Eine esoterische Betrachtung

GA 96/1907-01-28_02/p034 ·1907-01-28 · original (original)
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Wenn ihr das jetzt auf des Menschen Umgebung, auf unser Leben in der Außenwelt anwendet, dann werdet ihr sehen, daß ihr durch dasjenige, was eure Gewohnheiten, Temperamente, bleibenden Neigungen sind, mit eurem Zeitalter, eurem Volke, eurer Familie zusammenhängt. Gerade diejenigen Eigenschaften, welche der Mensch als bleibende, stationäre in sich hat, wird man nicht nur in ihm, sondern in allen finden, mit denen er in irgendeiner Weise zusammengehört, also in seiner Familie, seinem Volke und so weiter. Die einzelnen Angehörigen eines Volkes sind daran zu erkennen, daß sie gemeinsame Gewohnheiten und Temperamente haben. Dieser Grundstock von Neigungen und Gewohnheiten des Menschen, der geändert werden muß, wenn er eine höhere spirituelle Entwickelung durchmachen soll, ist dasjenige, was sein höheres Wesen ausmacht. Man sagt daher von einem solchen Menschen, daß er ein heimatloser Mensch sei, weil er den Ätherleib, durch den er sonst mit dem Volke verbunden ist, ändern muß.

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