Das Vaterunser
Natürlich ist das verwirrend für den, der die höheren Welten zum ersten Mal betritt. Das bewirkt aber auch wieder, daß sich in diesen höheren Welten alles, was da vorhanden ist, augenblickgemäß offenbart. Kann der Mensch sein Seelenleben für den, der ihn nur mit physischen Augen betrachten kann, verbergen, so kann er demjenigen, der mit geistigen Augen schauen kann, nichts verbergen. Da liegt alles klar am Tag, so daß Sie sich sagen müssen: Wollen wir einen Menschen, so wie er vor uns steht, mit sinnlichen Augen erforschen, so müssen wir aus dem Äußeren, wie er lächelt oder weint, auf seine Seele schließen. Anders ist es in der höheren Welt. Ein Schluß von dem Äußeren auf das Innere findet dort nicht statt. Das Innere liegt ganz offen da. Wir leben mit dem Wesen der Dinge dort zusammen. Dieses Bewußtsein kann sich in unserer Zeit nur der Eingeweihte aneignen. Nur er kann bewußt in der höheren Welt leben. Er kann dem Bewußtseinszustand vom Aufwachen bis zum Einschlafen einen andern Zustand hinzufügen, durch den er imstande ist, das Innere zu dem Äußeren hinzuzufügen. So wie er bewußt das Innere der Dinge erleben kann, so konnten dies in gewisser Beziehung in uralter Zeit alle Menschen. Vor ihrem heutigen Bewußtseinszustand hatten die Menschen denjenigen, durch den sie die Dinge von innen sahen.