Die Reinigung des Blutes von der Ich-Sucht Durch das Mysterium von Golgatha

GA 96/1907-04-01_02/p016 ·1907-04-01 · original (original)
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Wenn ein Mensch in der damaligen Zeit sich einem andern Menschen genähert hat, so hat er ihn nicht so gesehen, wie man ihn heute sieht, mit Grenzen, sondern es stieg in seiner Seele eine gewisse Farbenform auf. Und diese Farbenform bedeutete, wenn er sich einem Wesen näherte, das ihm sympathisch war, eben diese Sympathie, und bei einem Wesen, das ihm antipathisch war, zeigte sich das in antipathischen Farbenschattierungen. Es war also so, daß der Mensch damals seine ganze Umgebung mehr hellseherisch wahrnahm und daß, je mehr geistige Substanz sich in ihn hineinsenkte, um so mehr das Bewußtsein ein solches wurde, wie wir es im heutigen hellen Tagesbewußtsein erkennen.

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