Das Johannes-Evangelium als Einweihungsurkunde

GA 97/1906-02-12/p023 ·1906-02-12 · original (original)
Record: listeners' notes. Written from listeners' notes, summaries, or memory rather than a shorthand transcript. The wording is the note-taker's as much as Steiner's: weigh a single striking phrase here far more cautiously than the same phrase in a stenographic volume, and do not rest an argument on one word. Evidence: «Notizen von einunddreißig Einzelvorträgen mit sechs Fragenbeantwortungen» (Notes of thirty-one single lectures with six question-answerings). Rudolf Steiner Verlag Gesamtverzeichnis 2022, volume subtitle. The translation is the maintainer's, not a published one.

Nun schläft er den Einweihungsschlaf. Jetzt soll er zu einem höheren Grade heraufbefördert werden. Das geschieht, indem er sich aus den Erlebnissen der drei Tage hinüberlebt in den vierten Tag. Dreieinhalb Tage dauert die Einweihung. Da erscheint ihm die eigene Initiation, die Auferweckung seiner selbst. Das ist die Auferweckung des Lazarus. Lazarus ist der Schreiber des Johannes-Evangeliums. Martha und Maria sind die Bewußtseinszustände seiner Seele, die göttliche und die dem Erdenleben zugewandte Seele. Die Schilderung des Lazarus-Wunders ist die Schilderung einer höheren Einweihung. Im zwölften Kapitel wird vorbereitet die eigentliche Erkenntnis der Persönlichkeit des Jesus. Das sagt Johannes selbst: Nun erkenne ich ihn, der mich auferweckt hat.

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