Erkenntnisse und Lebensfrüchte der Geisteswissenschaft das Karmagesetz als Wirkung des Tatenlebens die Ursachen von Krankheit und Vererbung

GA 97/1906-03-14/p003 ·1906-03-14 · original (original)
Record: listeners' notes. Written from listeners' notes, summaries, or memory rather than a shorthand transcript. The wording is the note-taker's as much as Steiner's: weigh a single striking phrase here far more cautiously than the same phrase in a stenographic volume, and do not rest an argument on one word. Evidence: «Notizen von einunddreißig Einzelvorträgen mit sechs Fragenbeantwortungen» (Notes of thirty-one single lectures with six question-answerings). Rudolf Steiner Verlag Gesamtverzeichnis 2022, volume subtitle. The translation is the maintainer's, not a published one.

Wir wollen heute vom Karmagesetz des Menschen im einzelnen sprechen. Sie wissen, daß dasselbe durch die einzelnen Menschenleben hindurchwirkt. Eine jede noch so genaue Auseinandersetzung dieses Gesetzes ist natürlich immer lückenhaft, denn der Okkultist soll nicht von ausgedachten Fällen reden, sondern von Erfahrungen, die auf diesem Gebiete gemacht worden sind und von denen er wirklich Bestimmtes weiß, zum Beispiel durch Beobachtung eines Menschen, der so und so war und dessen verschiedene Leben man verfolgt. Wir fragen nun: Wie kommt das Lebensschicksal zustande, wie die Stellung, die der Mensch im Leben einnimmt, wie sein Charakter, seine Neigungen, Gewohnheiten und so weiter? Der eine wird mit einem heftigen, zornigen Charakter geboren, der andere als milder, sanfter Mensch. Dem einen wird ein gutes Schicksal zuteil, der andere steht in fortwährendem Kampf. Not und Sorge begleiten ihn.

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