Erkenntnisse und Lebensfrüchte der Geisteswissenschaft das Karmagesetz als Wirkung des Tatenlebens die Ursachen von Krankheit und Vererbung

GA 97/1906-03-14/p005 ·1906-03-14 · original (original)
Record: listeners' notes. Written from listeners' notes, summaries, or memory rather than a shorthand transcript. The wording is the note-taker's as much as Steiner's: weigh a single striking phrase here far more cautiously than the same phrase in a stenographic volume, and do not rest an argument on one word. Evidence: «Notizen von einunddreißig Einzelvorträgen mit sechs Fragenbeantwortungen» (Notes of thirty-one single lectures with six question-answerings). Rudolf Steiner Verlag Gesamtverzeichnis 2022, volume subtitle. The translation is the maintainer's, not a published one.

Nun kommt das zweite Gesetz. Wir kommen da am leichtesten zum Verständnis, wenn wir uns einmal in unsere eigene Kindheit hineinversetzen. Wir alle werden finden, daß wir seitdem viele neue Begriffe und Vorstellungen in uns aufgenommen und daß wir vieles gelernt haben. Wir zum Beispiel, die wir zur Geisteswissenschaft gekommen sind, haben allein dadurch schon viele neue Begriffe in uns aufgenommen. Denn, was lernen wir nicht alles durch sie, und welch neue Gedankengänge gibt sie uns! Der Inhalt dessen, was wir lernen und in unser Gedankenleben aufnehmen, geschieht durch den Astralleib. Es entstehen dadurch Veränderungen an demselben, und da dieser vergleichsweise der dünnste und feinste der Leiber ist, die der Mensch hat, so reagiert er auch am schnellsten auf jede Beeinflussung. Aber nicht nur in unseren Begriffen und Vorstellungen haben wir uns seit unserer Kindheit verändert, auch unser Temperament, unsere Neigungen, Gewohnheiten und unser Charakter sind anders geworden. Wir entsinnen uns, daß diese letztgenannten Eigenschaften durch die Einflüsse auf den Ätherleib beim Kinde gebildet wurden.

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