{"corpus":"steiner","locus":"GA 97/1906-03-14/p007","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Am physischen Leib, der ja der gröbste ist, gehen natürlich die Veränderungen noch langsamer vor sich, er ist der am langsamsten arbeitende. Wir werden noch an den weiteren Abenden hören, daß der Einzuweihende lernt, mit vergrößerter Geschwindigkeit an seinem Astral- und Ätherleib und zuletzt sogar an seinem physischen Leib zu arbeiten. Ja, er wird schließlich einmal so weit kommen, daß er seinen Pulsschlag ändern kann. Jetzt freilich sind wir noch nicht so weit, sondern was wir in diesem Leben lernen, wird erst im nächsten Leben die entsprechenden Veränderungen hervorrufen. Die Änderung, die der Astralleib in diesem Leben erfährt, tritt in der nächsten Inkarnation am Ätherleib auf, indem sie gestaltend auf ihn einwirkt. Gute Taten geben Neigungen zu guten Taten im nächsten Leben. Wir müssen unsere Gewohnheiten jetzt vorbereiten für das folgende Leben, damit wir dort die Wirkung haben. Will jemand etwa im nächsten Leben mit einem guten Gedächtnis geboren werden, so soll er bemüht sein, sich möglichst an alles zu erinnern, und alles, was er erlebt, sich ins Gedächtnis zurückzurufen. Er soll zum Beispiel am Abend daran denken, was er heute getan hat, und dann weiter, was er gestern, vor einem Monat, im letzten Jahr, was er in den vergangenen Jahren getan und erlebt hat. So bildet man das Gedächtnis aus. Menschen, die nur achtlos durch die Welt rasen, werden mit Neigungen geboren werden, die es unmöglich machen, daß irgend etwas, was ihnen begegnet, haften bleibt. Natürlich kann auch jemand gezwungen sein zu rasen, ich meinte das vorher Gesagte nur in bezug auf das oberflächliche Hinwegblicken über alles, was er erlebt.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"Erkenntnisse und Lebensfrüchte der Geisteswissenschaft das Karmagesetz als Wirkung des Tatenlebens die Ursachen von Krankheit und Vererbung","site_heading":null,"date":"1906-03-14","location":null,"word_count":261,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/97/1906-03-14/p007","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/97/1906-03-14/p007"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/97/1906-03-14/p007","paragraph_aligned":true}],"record":{"record_type":"listeners_notes","scope":"volume","note":"Written from listeners' notes, summaries, or memory rather than a shorthand transcript. The wording is the note-taker's as much as Steiner's: weigh a single striking phrase here far more cautiously than the same phrase in a stenographic volume, and do not rest an argument on one word.","evidence":"Notizen von einunddreißig Einzelvorträgen mit sechs Fragenbeantwortungen","evidence_translation":"Notes of thirty-one single lectures with six question-answerings","evidence_source":"Rudolf Steiner Verlag Gesamtverzeichnis 2022, volume subtitle. The translation is the maintainer's, not a published one."}}