Erkenntnisse und Lebensfrüchte der Geisteswissenschaft das Karmagesetz als Wirkung des Tatenlebens die Ursachen von Krankheit und Vererbung

GA 97/1906-03-14/p009 ·1906-03-14 · original (original)
Record: listeners' notes. Written from listeners' notes, summaries, or memory rather than a shorthand transcript. The wording is the note-taker's as much as Steiner's: weigh a single striking phrase here far more cautiously than the same phrase in a stenographic volume, and do not rest an argument on one word. Evidence: «Notizen von einunddreißig Einzelvorträgen mit sechs Fragenbeantwortungen» (Notes of thirty-one single lectures with six question-answerings). Rudolf Steiner Verlag Gesamtverzeichnis 2022, volume subtitle. The translation is the maintainer's, not a published one.

In den Einweihungsschulen wird nun bewußt nach dieser Erkenntnis an den verschiedenen Körpern gearbeitet, und zwar früher noch mehr als heute. Das hängt mit der zyklischen Entwickelung zusammen. Heute hat die Geheimlehre eine ganz andere Art zu lehren als vor fünftausend Jahren. Damals mußte man mehr an Menschengruppen arbeiten. Man arbeitete bewußt daran, daß ganze Kategorien von Menschen im nächsten Leben harmonisch zusammenstimmen konnten. In Indien wurde die gesamte Bevölkerung in vier Kasten geteilt und nun so an ihnen gearbeitet, daß die Menschen im nächsten Leben in eine bestimmte Kaste hineinpaßten. Die Ausbildung des Menschen war systematisch darauf eingerichtet, für Jahrtausende zu sorgen, auf Jahrtausende hinaus das Weltbild zu formen. Gerade das gab den okkulten Führern ihre große Macht. Jetzt ist das alles ganz anders geworden. Die fortschreitende Entwikkelung des Menschen löst ihn los aus diesen Gruppen, diesen Kasten, er kann nicht mehr gewissermaßen en gros erzogen werden. Der Mensch wird und soll immer individualisierter werden.

Read this passage in another edition
DEoriginalENEnglish
Raw JSON: /v1/steiner/de/ga/97/1906-03-14/p009.json
Cite: GA 97/1906-03-14/p009 · edition original