Erkenntnisse und Lebensfrüchte der Geisteswissenschaft das Karmagesetz als Wirkung des Tatenlebens die Ursachen von Krankheit und Vererbung
Wie wirkt nun der Mensch im Hinblick auf das nächste Leben auf seinen Ätherleib ein? Alle Neigungen und Gewohnheiten des jetzigen Ätherleibes geben im nächsten Leben die Disposition zu Gesundheit oder Krankheit. Aus dem, was sich jetzt als bestimmte Gewohnheiten, sowohl gute wie schlechte, am Ätherleib langsam entwickelt, kristallisiert sich nach und nach der gute oder schlechte Charakter eines Menschen im kommenden Leben. Zum Beispiel, der eine Mensch sucht seinen Fleiß zu kultivieren, oder der andere arbeitet daran, seinen Zorn abzulegen. Wieder ein anderer gewöhnt sich den Trunk an, wodurch sein Wille schwach wird. Der andere wird faul und so weiter. Was nun in den Ätherleib durch ein Lebensdasein hineingelegt wird, erlangt im darauffolgenden im physischen Leib seinen Ausdruck. Eine schlechte Gewohnheit im vorhergehenden Leben ist eine Ursache zur Krankheit im nächsten, eine gute Gewohnheit ist natürlich eine Ursache zur Gesundheit. Eine bestimmte Leidenschaft bringt uns eine bestimmte Krankheit für das nächste Leben. Man könnte sehen, wie die Disposition eines Menschen zu Infektionskrankheiten auf diese Weise erworben wird. Wir wissen gut, daß jemand zu allen Menschen, an alle Orte hingehen kann, wo Epidemien oder ansteckende Krankheiten herrschen, ohne daß er sich gefährdet und diese Krankheiten bekommt. Der andere liest sie gleichsam auf der Straße auf und steckt sich gleich an. Es hängt nur von seiner Disposition ab, ob er angesteckt wird oder nicht. Nun wissen die Eingeweihten ganz genau, daß die Disposition, die zu Infektionskrankheiten führt, auf einem im vorigen Leben ausgeprägten egoistischen Erwerbssinn beruht, der in selbstischer Weise daran denkt, für sich Reichtümer zu sammeln. Wer in einem Leben reich werden will, schädigt sich für seine nächstkommende Inkarnation. Dieser egoistische Drang nach Erwerb und Reichtum ist eine Eigenschaft des Ätherkörpers, die im nächsten Leben als Disposition für Infektionskrankheiten hervortritt.