Das Innere der Erde

GA 97/1906-04-21/p004 ·1906-04-21 · original (original)
Record: listeners' notes. Written from listeners' notes, summaries, or memory rather than a shorthand transcript. The wording is the note-taker's as much as Steiner's: weigh a single striking phrase here far more cautiously than the same phrase in a stenographic volume, and do not rest an argument on one word. Evidence: «Notizen von einunddreißig Einzelvorträgen mit sechs Fragenbeantwortungen» (Notes of thirty-one single lectures with six question-answerings). Rudolf Steiner Verlag Gesamtverzeichnis 2022, volume subtitle. The translation is the maintainer's, not a published one.

Zunächst lassen Sie mich darauf hinweisen, daß es dem heutigen Menschen nur geglückt ist, bis zu einer ganz geringen Tiefe in die äußerste Schale der Erde einzudringen. Kaum hat er die Tiefe von zweitausend Metern erreicht. Alles andere, was darunter folgt, entzieht sich seinem Erkenntnisvermögen. Und wirklich würde er aufs höchste überrascht oder sogar verwirrt sein, wenn es ihm gelänge, über die tiefer liegenden Schichten unserer Erde nähere Erfahrungen zu machen. Es würde ihn verwirren darum, weil er Dinge fände, die den unsrigen auf der Erdoberfläche nur ganz entfernt ähnelten. Für die meisten wurden ihm die Worte fehlen, denn in der Tat sind die Zustände der Materie in der Erde gänzlich verschieden von den uns hier oben bekannten. Höchst erstaunt würde er sein, wenn er sähe, daß dasjenige Metall, das unserem Silber entspricht, dort unten flüssig wie Quecksilber ist. Ebenso ist es mit den andern Metallen und Mineralien.

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