{"corpus":"steiner","locus":"GA 97/1906-04-29/p003","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Heute wollen wir von den Funktionen reden, die man gewissen geistigen Wesenheiten zuschreibt, die man luziferische nennt. Wir werden da auf merkwürdige Zusammenhänge stoßen, die sie mit der Menschheit haben. Zum Ausgangspunkt nehmen wir die Tatsache, daß die Wissenschaft vom Denken, von der Überlegung, nicht weiter als achthundert bis neunhundert Jahre vor Christus zurückgeht. Wer die Geschichte der Philosophie studiert, weiß, daß dieselbe mit Thales beginnt, der um 600 vor Christus lebte und einmal eine Sonnenfinsternis nach naturwissenschaftlichen Beobachtungen voraussagte, was damals noch etwas Aufßergewöhnliches war. Die Philosophie der abendländischen Logik haben wir erst seit Aristoteles. Vorher gab es keine Lehre über das Denken, denn das Denken selber, der abstrakte Verstand dämmerte erst 600 bis 800 vor Christus herauf. Keime dazu waren natürlich schon in der atlantischen Rasse enthalten. Wir haben allerdings schon eine Astronomie bei den Chaldäern, den alten Ägyptern und andern Orientalen, doch stammte diese aus den tieferen Anlagen des Hellsehens.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"Der Verstand als Gabe Luzifers und seine künftige Umwandlung in ein neues Hellsehen","site_heading":null,"date":"1906-04-29","location":null,"word_count":153,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/97/1906-04-29/p003","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/97/1906-04-29/p003"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/97/1906-04-29/p003","paragraph_aligned":true}],"record":{"record_type":"listeners_notes","scope":"volume","note":"Written from listeners' notes, summaries, or memory rather than a shorthand transcript. The wording is the note-taker's as much as Steiner's: weigh a single striking phrase here far more cautiously than the same phrase in a stenographic volume, and do not rest an argument on one word.","evidence":"Notizen von einunddreißig Einzelvorträgen mit sechs Fragenbeantwortungen","evidence_translation":"Notes of thirty-one single lectures with six question-answerings","evidence_source":"Rudolf Steiner Verlag Gesamtverzeichnis 2022, volume subtitle. The translation is the maintainer's, not a published one."}}