Frühere Einweihung und esoterisches Christentum

GA 97/1907-03-17/p028 ·1907-03-17 · original (original)
Record: listeners' notes. Written from listeners' notes, summaries, or memory rather than a shorthand transcript. The wording is the note-taker's as much as Steiner's: weigh a single striking phrase here far more cautiously than the same phrase in a stenographic volume, and do not rest an argument on one word. Evidence: «Notizen von einunddreißig Einzelvorträgen mit sechs Fragenbeantwortungen» (Notes of thirty-one single lectures with six question-answerings). Rudolf Steiner Verlag Gesamtverzeichnis 2022, volume subtitle. The translation is the maintainer's, not a published one.

In den alten Zeiten herrschte der Geist der Weisheit, weil er zentralisiert wurde. Mit der Zerklüftung wird er dezentralisiert, es tritt aber der Egoismus ein. Je mehr das Prinzip der Fernehe geltend wird, desto größer muß die Gewalt dessen sein, was die freigewordenen Menschen wieder zusammenbringt. Was ist das? Sehen Sie sich an, was wir heute in den elementaren Teilen der Geisteswissenschaft lernen, und gehen Sie zurück in der Geschichte, so sehen Sie dies Wissen nur im Besitz kleiner Gemeinschaften, schließlich nur der höchsten Spitze. Dadurch herrschte diese nach dem Prinzip der Zwangsautorität. Wir nahern uns der Zeit, wo die Weisheit immer mehr und mehr populär wird. Dies wird ein Mittel sein, den großen Bruderbund der Menschheit zu stiften.

Read this passage in another edition
DEoriginalENEnglish
Raw JSON: /v1/steiner/de/ga/97/1907-03-17/p028.json
Cite: GA 97/1907-03-17/p028 · edition original