Frühere Einweihung und esoterisches Christentum

GA 97/1907-03-17/p031 ·1907-03-17 · original (original)
Record: listeners' notes. Written from listeners' notes, summaries, or memory rather than a shorthand transcript. The wording is the note-taker's as much as Steiner's: weigh a single striking phrase here far more cautiously than the same phrase in a stenographic volume, and do not rest an argument on one word. Evidence: «Notizen von einunddreißig Einzelvorträgen mit sechs Fragenbeantwortungen» (Notes of thirty-one single lectures with six question-answerings). Rudolf Steiner Verlag Gesamtverzeichnis 2022, volume subtitle. The translation is the maintainer's, not a published one.

Es wird in den Evangelien davon gesprochen, daß der Christus Jesus Dämonen austreibt. Dämonen gibt es nur, solange der Mensch nicht frei geworden ist, solange er diesen Geist der Weisheit noch nicht aufgenommen hat. Der Mensch ist ganz gespickt mit allerlei Wesenheiten, die in seinen niederen Gliedern aus- und einfluten. Wir nennen sie Schemen, Spektren, Gespenster, Dämonen. Wenn wir einen trivialen Vergleich nehmen wollen: es ist so, wie beim Käse die Maden aus- und einwandern. Indem sich der Christus Jesus als den Geist hinstellt, der die Dämonen austreibt, gibt er sich als den Geist der Freiheit zu erkennen. Austreiben kann man die Dämonen nur, indem man den einen Geist gegen den andern aufruft, den Geist der Freiheit gegen alle andern Geister.

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