Frühere Einweihung und esoterisches Christentum

GA 97/1907-03-17/p033 ·1907-03-17 · original (original)
Record: listeners' notes. Written from listeners' notes, summaries, or memory rather than a shorthand transcript. The wording is the note-taker's as much as Steiner's: weigh a single striking phrase here far more cautiously than the same phrase in a stenographic volume, and do not rest an argument on one word. Evidence: «Notizen von einunddreißig Einzelvorträgen mit sechs Fragenbeantwortungen» (Notes of thirty-one single lectures with six question-answerings). Rudolf Steiner Verlag Gesamtverzeichnis 2022, volume subtitle. The translation is the maintainer's, not a published one.

In alten Zeiten mußte das äußere Gesetz walten, um die Menschen zusammenzuhalten. Zwei Menschen, die den Geist der Wahrheit kennen, werden sich von selbst zueinander hingezogen fühlen. So steht am Beginn der Menschheitsentwickelung das Gesetz, am Ende von innen heraus das friedliche, harmonische Zusammenarbeiten. Das nennt man im esoterischen Christentum, im Gegensatz zum Gesetz, die Gnade. Nichts anderes als die Fähigkeit, mit dem anderen im vollen Frieden mitzufühlen, das ist der tiefste Begriff des Christentums.

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