Elementarwesenheiten und Andere Höhere Geistige Wesenheiten — Geistige Wesen der Naturreiche
In neuerer Zeit ist das lebendige Raumgefühl verlorengegangen. Als architektonischen, als baukünstlerischen Gedanken hatten das die Griechen. Ein griechischer Tempel ist ein kristallisierter Raumgedanke im reinsten Sinne des Wortes. Die Säule, die da trägt, was horizontal oder geneigt aufliegt, ist nichts Ausgedachtes, sondern etwas, was für denjenigen, der Raumgefühl hat, im Raume schon darinnenliegt und was gar nicht anders sein darf. Der ganze Tempel ist aus dem konkreten Raum herausgeboren; das sieht derjenige, der die Raumliinten sieht. Und der braucht gar nichts anderes zu machen, als da, wo er die Linien sieht, hineinzufügen das Steinmaterial, um das, was ideal vorgezeichnet ist, lediglich auszufüllen mit dem physischen Material. Im griechischen Tempel ist die Geistigkeit des Raumes gänzlich verwandelt in eine sichtbare Gestalt. Dadurch, daß man auf diese Weise den kristallisierten Raumgedanken geschaffen hat, hat man solche Formen geschaffen, daß jene geistigen Wesenheiten, die den Ätherleib zum untersten Glied haben, in den dadurch geschaffenen abgeschlossenen Raum sich hineinsenken können und an den Formen des Raumes Gelegenheit finden, da zu sein.
Cite:
GA 98/elemental_beings_and_other_higher_spiritual_beings/p022 · edition original