Elementarwesenheiten und Andere Höhere Geistige Wesenheiten — Geistige Wesen der Naturreiche
Es ist daher nicht eine bloße Phantasie, sondern volle Wahrheit, richtige Wahrheit, daß der griechische Tempel das Wohnhaus des Gottes war. Ja, der Gott wohnte dariinnen! Durch die Formen des Raumes wohnte er darinnen. Und es ist das Eigentümliche des griechischen Tempels, daß der unsichtbare Gott herniedersteigt und von den Formen Besitz ergreift. Sie können beim griechischen Tempel alle Menschen sich fortdenken, können weit und breit nichts von Menschen sehen, ganz verlassen von Menschen kann sie sein, die Stätte, und dennoch ist der Tempel nicht verlassen! Der Gott ist darinnen! Das ist das Eigentümliche des griechischen Tempels, nicht aber des gotischen Domes. Es ist etwas ganz anderes, wenn Sie sich beim gotischen Dom die Menschen fortdenken und ihn leer sich denken. Da ist er kein Ganzes. Der griechische Tempel ist ein Ganzes ohne die Menschen, der gotische Dom nur, wenn er die Gemeinde in sich birgt und wenn zu den Spitzbogen die gefalteten Hände dazu kommen, wenn die Gedanken und die Gefühle sich vereinigen mit den architektonischen Formen. Denken Sie sich diese weg, so ist der gotische Dom kein Ganzes. Dadurch unterscheidet er sich vom griechischen Tempel. Er ist ein anderer architektonischer Gedanke, herausgeboren aus dem geistigen Raum in grandioser Weise, aber ohne Menschen ist er kein Ganzes. Und dann wiederum: ist er geistig bevölkert, so können sich geistige Wesenheiten der beschriebenen Art heruntersenken dann, wenn er angefüllt ist mit der gläubigen Gemeinde. Und so ist jeder architektonische Gedanke ganz genau konkret auf irgend etwas Bestimmtes hin angelegt.
Cite:
GA 98/elemental_beings_and_other_higher_spiritual_beings/p023 · edition original