Elementarwesenheiten und Andere Höhere Geistige Wesenheiten — Geistige Wesen der Naturreiche

GA 98/elemental_beings_and_other_higher_spiritual_beings/p038 ·1908-06-14 · original (original)
Record: listeners' notes. Written from listeners' notes, summaries, or memory rather than a shorthand transcript. The wording is the note-taker's as much as Steiner's: weigh a single striking phrase here far more cautiously than the same phrase in a stenographic volume, and do not rest an argument on one word. Evidence: «Hörernotizen von achtzehn Vorträgen» (Listeners' notes of eighteen lectures). Rudolf Steiner Verlag Gesamtverzeichnis 2022, volume subtitle. The translation is the maintainer's, not a published one.

Wenn so etwas vor unsere Seele hingestellt wird, möge nur ein anderes Bild auftauchen, ein Bild zur Seelen- und Herzstärkung, das Bild, das wir haben können, wenn wir hinblicken auf die allerersten christlichen Zeiten, wenn wir sehen, was da tonangebend war, was als Kultur lebte in der Zeit des alten kaiserlichen Rom. Vergegenwärtigen wir uns, was es dem Leben nach war, dieses alte kaiserliche Rom, wie sich die tonangebenden Kreise hingesetzt haben Stockwerk über Stockwerk, und wie gleichzeitig ein kleines Häuflein unten in Kellergewölben verbannt lebte; wie man Weihrauchfässer hat aufstellen müssen, damit der Leichengeruch, der von den verwesenden Leibern der Verfolgten und Getöteten aus der Reihe dieses Häufleins ausströmte, nicht so sehr bemerkt würde. Verfolgen wir, wie in den Zwingern die wilden Tiere herausstürzten, zerfleischend diejenigen, die aus der Reihe jenes kleinen Häufleins ihnen vorgeworfen worden waren, steigen wir hinunter von den Palästen der Tonangebenden des kaiserlichen Roms in die Gänge, wo die ersten Christen, eben jenes Häuflein, gehaust haben, wo sie über den Gebeinen ihrer Toten ihre ersten Altäre errichtet haben und ihren Kultus entfaltet haben, unsichtbar für das tonangebende kaiserliche Rom, unsichtbar wie die heutigen Anhänger einer neuen Geist-Erkenntnis, die da tagen unsichtbar, geistig unsichtbar für die offizielle, tonangebende Kultur! Verfolgen wir da unten jene, die nicht einmal dem Tageslicht sich haben zeigen dürfen, wie sie nach Tausenden da begraben lagen, verborgen, sie, die eine neue, spirituelle Kultur unter der Erdoberfläche in die Menschheit pflanzten, als oben das kaiserliche Rom so wirkte, wie es bekannt ist, und betrachten wir dann die Verhältnisse einige Jahrhunderte später: Was das damals tonangebende kaiserliche Rom hervorgebracht hat, ist wie weggeblasen, wie weggefegt. Und was übriggeblieben ist, das ist dasjenige, was unsichtbar vor den Blicken der Tonangebenden unten in den Gewölben sein Leben fristen mußte. Das ist geblieben.

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