Esoterische Entwickelung und Übersinnliche Erkenntnis
Das fünfte ist, daß der Mensch sich einigermaßen Unbefangenheit erwirbt in bezug auf alles Neue, was ihm in der Welt entgegentritt. Man könnte auch sagen, daß er niemals durch das, was er aus der Vergangenheit gewohnt ist, die Zukunft beeinflussen darf. Das Wort: «Das glaube ich nicht» -, muß völlig aus dem Gemüt verschwinden, und wenn zu Ihnen jemand kommt und sagt, der Kirchturm sei über Nacht schief geworden, müssen Sie einen Winkel in Ihrem Herzen finden, wo Sie für möglich halten, daß wirklich alles eintreten kann. Deshalb aber dürfen Sie nicht kritiklos werden; nur darf Ihnen nichts unmöglich erscheinen. Wer das kann, der kann sehr bedeutsam wirken auf den physischen und den Ätherleib und dadurch kommen diese in einen solchen Rhythmus, daß man dem Astralleib in der Nacht zukommen läßt, was ihm Meditation und Konzentration gibt. Denn das wird erst allmählich die Menschen zur wahren wirklichen Theosophie hinführen, daß sie überall einsehen, warum alles so und nicht anders geschieht. Wer den Mechanismus des Schlafes kennt, der weiß auch, warum solche Übungen gemacht werden müssen.
Cite:
GA 98/esoteric_development_and_super-sensible_knowledge/p015 · edition original