Erden- und Menschenentwickelung
Es obliegt mir nun, eine Vorstellung zu geben, wie diese erste Anlage ausgesehen hat. Wir müssen zu Hilfe nehmen, was für spätere Zeiten von dieser ersten Menschenanlage geblieben ist. Es ist eingefaßt von anderen Gliedern der Menschennatur. Es pulsiert heute als Eigenwärme des Blutes in uns. Das ist das Überbleibsel der ersten Menschenanlage. Was sich als Wärmelinien zeigte, hat sich im Laufe der Zeit wieder sehr umgestaltet. Oben im Kopfe hat das Kind eine weiche Stelle. Das ist die Öffnung, die der Mensch dort in Urzeiten hatte. Dort ging, etwa in der Mitte der Menschheitsentwickelung, eine Art Wärmeorgan heraus, eine Flammenstrahlung, wie Saugarme, wie eine ätherische Laterne — das Zyklopenauge. Es war aber kein Auge, sondern ein Wärmeorgan. Der Mensch brauchte dieses Organ, um sich zu orientieren. Damals lebte er in wärmeren und kälteren flüssigen Elementen. Dieses Organ sagte ihm, welche Umgebung nützlich oder schädlich für ihn sei. Es ist dieses Organ eine Umbildung eines Organs des Feuerzustandes der Erde. Von ihm muß man sich Kraftlinien ausgehend denken nach dem Herzen, eine Verselbständigung, ohne daß die übrigen Glieder bereits vorhanden sind, so daß es aussah wie eine Art Laterne, davon ausgehende Saugarme, wie Strahlen nach unten, was später Adern werden. Das ist der Wärmemensch.
Cite:
GA 98/the_development_of_the_earth_and_humanity/p009 · edition original