Die Elementarreiche, ihre Wesensarten und ihre Wirkungen
Am besten verschaffen wir uns den Eingang zu der Betrachtung, wenn wir ausgehen von dem, was sinnlich anschaulich ist, von denjenigen Reichen, die in der Sinnenwelt der menschlichen Beobachtung vorliegen. Da haben wir vier Reiche vor den Sinnen um uns herum auf dem physischen Plan ausgebreitet: das Mineralreich, das Pflanzenreich, das Tierreich und das Menschenreich. Das ist das, was jeder kennt. Nun wollen wir uns klarwerden darüber, was man genau als diese vier Reiche bezeichnet, weil die genauere Begriffsbestimmung keineswegs ein jeder klar übersieht. Darum ist es auch nicht so leicht, zu dem Verständnis des ersten, zweiten und dritten Elementarreichs vorzudringen. Gerade wenn man über solche schwierigen Dinge redet, muß man von vornherein darauf achten, daß man zu keinem wirklichen Ziele kommt, wenn man glaubt, einen Begriff, den man einmal hingepfahlt, den man einmal eingeschachtelt hat, den könne man nun in dieser Einschachtelung auch beibehalten. In der physisch-sinnlichen Welt geht das noch; da stehen die Dinge nebeneinander, sind hübsch gegeneinander abgegrenzt, wie ein Buch, eine Kreide, eine Rose, da können wir dabei bleiben, dieses einzelne Ding mit dem Begriff zu belegen. Wenn wir einen Gegenstand benannt haben, dann dürfen wir darauf rechnen, daß wir etwas Bestimmtes, Abgegrenztes haben. Gehen wir aber zum Astralplan, der an unsere Welt direkt angrenzt, sie als nächster durchdringt, da ist das nicht mehr so: da ist eine Welt ewiger Beweglichkeit. Betrachten Sie den Astralleib des Menschen, das, was als die Aura den Menschen umflutet und der Ausdruck ist für Triebe, Begierden und so weiter, so sehen Sie, daß dieser Astralleib des Menschen in einem fortwährenden Auf- und Abfluten von Farben und Formen ist, die sich in jedem Augenblick verändern: neue Farben glänzen auf, andere verschwinden. Das ist so beim Menschen. Nun gibt es Wesen, die schwirren auf der Astralebene herum. Ihre Astralleiber gehören nicht zu einem physischen Körper, doch sind sie nicht weniger veränderlich und wechselnd, sie sind in jeder Sekunde von anderer Form, Farbe und Leuchtkraft. Alles ist auf diesem Astralplan der fortwährende Ausdruck dessen, was das Innere dieser Wesen ist. Wir würden schon sehr in die Enge kommen, wenn wir dort unsere Begriffe so starr und unveränderlich machen wollten wie für den physischen Plan; wir müssen uns der Beweglichkeit der Gestalten anpassen, wir müssen bewegliche Begriffe haben, einen Begriff bald in dieser, bald in jener Weise anwenden können.
Cite:
GA 98/the_elemental_kingdoms_of_nature/p004 · edition original