Die Elementarreiche, ihre Wesensarten und ihre Wirkungen
Setzen Sie eine Maschine zusammen, bauen Sie ein Haus, so sind diese nach den Gesetzen der mineralischen Welt gebaut. Eine Maschine ist nach den Gesetzen der mineralischen Welt gebaut, eine Pflanze aber können wir nicht so bauen. Wenn Sie eine Pflanze haben wollen, müssen Sie diese Arbeit den Wesenheiten überlassen, die der Natur zugrunde liegen. Später wird man Pflanzen im Laboratorium herstellen können, aber erst dann, wenn das für den Menschen ein Sakrament, eine heilige Handlung sein wird. Alle Darstellung des Lebendigen wird dem Menschen erst dann erlaubt sein, wenn er so ernst und geläutert sein wird, daß ihm der Laboratoriumstisch zum Altar wird. Vorher wird nicht das Geringste davon verraten werden, wie die lebendigen Wesen zusammengefügt sind. Mit. anderen Worten: Das Ich als erkennendes lebt im Mineralreich und wird aufsteigen zum Pflanzenreich und wird dieses dann ebenso begreifen lernen wie heute das Mineralreich. Später wird es auch die Gesetzmäßigkeit des Tierreiches und dann die des Menschenreiches begreifen lernen. Alle Menschen werden lernen, das Innere der Pflanze, des Tieres und des Menschen zu begreifen; das sind Zukunftsperspektiven. Was man wirklich begreift, das kann man auch darstellen, zum Beispiel eine Uhr. Der heutige Mensch wird niemals etwas aus der lebendigen Natur darstellen können ohne Hilte der Wesenheiten, die hinter der Natur stehen, solange es nicht eine sakramentale Handlung für ihn sein wird. Dann erst wird er aufsteigen vom Mineralreich zum Reiche des Pflanzlichen. Der Mensch ist heute Mensch, aber er erkennt nur im Mineralreich. Des Menschen Ich lebt in menschlicher Gestalt, aber wenn des Menschen Ich in die Umwelt schaut, so erkennt es nur im Mineralreich. Dieses Ich bringt also nur die Fähigkeit zunächst auf, das Blut mineralisch zu durchleben, denn mehr kann es nicht. Wenn auch bei Tage das Ich im Blute lebt, es bewohnt und durchlebt, so tut es das nur mineralisch. Wie tut es das? - Wenn Sie hinausschauen in die Welt, da eröffnet Ihnen Ihre Erkenntnis die Gesetze des mineralischen Reiches. Beachten Sie diese eigentümliche Art der menschlichen Tätigkeit. Sie schauen hinaus mit Ihren Sinnen und Sie nehmen die Gesetze des Mineralischen auf und prägen diese Gesetze dem Blute ein während des Wachens, Sie drängen sie in das ganze Blut hinein, Sie beleben das Blut mineralisch. Das ist der eigentümliche Gang dessen, was geschieht bei der Erkenntnis. Stellen Sie sich den Menschen schematisch vor (siehe Zeichnung), so strömen von allen Seiten die Gesetzmäßigkeiten der mineralischen Welt auf ihn ein. Sie bleiben aber nicht stehen bei den Sinnesorganen, sondern rinnen mit dem Blute durch den ganzen Körper des Menschen im wachen Zustande.
Cite:
GA 98/the_elemental_kingdoms_of_nature/p022 · edition original