Die Elementarreiche, ihre Wesensarten und ihre Wirkungen

GA 98/the_elemental_kingdoms_of_nature/p034 ·1907-12-04 · original (original)
Record: listeners' notes. Written from listeners' notes, summaries, or memory rather than a shorthand transcript. The wording is the note-taker's as much as Steiner's: weigh a single striking phrase here far more cautiously than the same phrase in a stenographic volume, and do not rest an argument on one word. Evidence: «Hörernotizen von achtzehn Vorträgen» (Listeners' notes of eighteen lectures). Rudolf Steiner Verlag Gesamtverzeichnis 2022, volume subtitle. The translation is the maintainer's, not a published one.

Die große Geduld und Entsagung der Erkenntnis, die müssen wir erst lernen. Zu einem Urteil muß man heranreifen. Es ist die Welt in jedem Punkte selbst unendlich. Und man muß die Bescheidenheit haben, zu sagen, daß alles gewissermaßen nur halb wahr ist. Man muß alles in moralische Impulse verwandeln, auch die Einteilung des Menschen in zehn und zwölf Glieder. Die Geisteswissenschaft gibt Bilder, an die sich die Gefühle anschließen sollen. Die Geisteswissenschaft ist nur dann etwas wert, wenn wir aus ihr nicht nur Erkenntnis schöpfen, sondern mit den edelsten Gefühlen für die Tiefe der Umwelt erfüllt werden. Desto größer wird die Sehnsucht nach dem Göttlichen. Dadurch, daß dem Menschen das Göttliche in ferne Höhen entrückt erscheint, soll er um so mehr dahin wirken, stark zu werden, um es wiederum zu erreichen.

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