Des Menschen Verhältnis zur Natur

GA 98/the_relation_of_the_human_being_to_nature/p008 ·1907-12-07 · original (original)
Record: listeners' notes. Written from listeners' notes, summaries, or memory rather than a shorthand transcript. The wording is the note-taker's as much as Steiner's: weigh a single striking phrase here far more cautiously than the same phrase in a stenographic volume, and do not rest an argument on one word. Evidence: «Hörernotizen von achtzehn Vorträgen» (Listeners' notes of eighteen lectures). Rudolf Steiner Verlag Gesamtverzeichnis 2022, volume subtitle. The translation is the maintainer's, not a published one.

Wenn Sie also ein Tier anschauen, so muß in uns, wenn wir dieses Tier mit dem Blick des Theosophen betrachten, das Gefühl aufsteigen: Du findest in jedem Menschen ein Ich, in jedem einzelnen Menschen; beim Tier kannst du auf dem physischen Plan kein Ich finden, da mußt du schon auf den astralischen Plan hiinaufsteigen, so daß der astralische Plan bevölkert ist von diesen Tiergruppen-Ichen. Das Löwen-Ich auf dem astralischen Plan ist ein ganz anderes Wesen als der einzelne Löwe, so wie die Finger ein anderes Wesen sind als Sie selbst. Es gibt Gruppen-Iche der Tiere, die viel gescheiter sind als die gescheitesten Menschen auf dem physischen Plan. Diese Gruppen-Iche sind die Lenker und Förderer und Ausgestalter dessen, was das Tier hier auf dem physischen Plan erlebt, und nie kommt jemand zu einem wahren Verständnis des Tierlebens, der nicht weiß, daß das, was die Tiere hier tun, nur der Ausdruck ist von Maßnahmen, die droben getroffen werden von den tierischen Gruppen-Ichen. Nehmen Sie jene merkwürdige Erscheinung, daß in einer gewissen Jahreszeit die Vogelwelt des Nordostens anfängt, in der Linie nach Südwesten zu ziehen, daß sie im Frühling wiederum zurückzieht. Jede Art zieht in einer gewissen Höhe, und Sie können sich denken, daß diese Vogelzüge mit wichtigen Trieben in dieser tierischen Welt zusammenhängen. Der Frühlingszug ist ein Hochzeitsflug. Wenn Sie nach den weisen Einrichtungen fragen, die zugrunde liegen, können Sie sie nicht verstehen, wenn Sie sich nicht klarmachen, daß dem die Gruppen-Iche zugrunde liegen, die das alles dirigieren und lenken. Alles was in der tierischen Welt geschieht, bekommt für uns ein anderes Gesicht, wenn wir von dieser Anwesenheit der Gruppen-Iche wissen. Denken Sie sich, Sie hätten eine Wand mit verschiedenen Löchern: Da streckt ein Mensch seine Hände durch. Welchem Irrtum würde man verfallen, wenn man glaubte, diese Hände seien Wesen für sich. Solchem Irrtum gibt sich der hin, der das Tier als Wesen für sich ansieht. Es sind weise Wesenheiten, die diesen Vogelflug lenken. So wird uns die tierische Welt der Ausdruck einer hinter ihr stehenden Welt weiser Wesenheiten. Wir lernen eine wunderbare Welt von Wesenheiten kennen und gehen nicht mehr so gedankenlos an den Ereignissen vorbei, die uns unmittelbar begegnen. Tatsächlich sind diese tierischen Gruppen-Iche in dem Umkreis unserer Erde immer anzutreffen. Fortwährend umkreisen diese tierischen Gruppen-Iche geistig die Erde, wie die Passatwinde oder die ziehenden Vögel oder die um die Erde gehenden elektrischen und magnetischen Strömungen. So sind geistige Strömungen und Bewegungen vorhanden, die nichts anderes darstellen als jene Taten der tierischen Gruppen-Iche.

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