Die Zusammenhänge der Welten und Wesen
Es ist heute eine gewisse Bequemlichkeit in der Weltanschauung vorhanden, die darin besteht, daß gar mancher zwischen sich und der Gottheit keine anderen Wesenheiten setzen will. Es ist so unendlich bequem, sich ein Mineralreich, ein Pflanzenreich, ein Tierreich und das Reich der Menschen zu denken, und dann ohne weiteres hinaufzusteigen zu dem alles durchdringenden Gott, von dem man glaubt, auf diese oder jene Weise ein mehr oder weniger richtiges Bewußtsein oder Gefühl haben zu können. So bequem hat es die wirkliche Geisteswissenschaft nicht; sie muß zwischen dem Menschen und dem, was wir als die Gottheit der Welt ahnen können, Wesen von den verschiedensten Vollkommenheitsgraden einschalten. Diese Stufenfolge ist schon wiederholt angedeutet worden. In der christlichen Esoterik tragen sie die Namen: Engel, Erzengel, Urkräfte, Gewalten, Mächte, Herrschaften, Throne, Cherubim, Seraphim. Es sind dies neun verschiedene Arten von Wesenheiten, an die sich zuunterst der Mensch anschließt. Erst wenn wir sozusagen jenseits des Reiches der Seraphim hinaufschauen, erahnen wir dasjenige, was wir als die Gottheit ansprechen.
Cite:
GA 98/the_relationship_between_worlds_and_beings/p004 · edition original