Die Zusammenhänge der Welten und Wesen
Glauben Sie nicht, daß es wesen- und bedeutungslos ist, wenn gesagt wird, es sei eine Bequemlichkeit der Weltanschauung, einfach vom Menschen zur Gottheit aufzusteigen und nicht diese Wesenheiten einzuschalten. Wenn die Menschen nicht vergessen hätten, sie zu studieren und anzuerkennen, dann würde nicht jene Verirrung des Materialismus eingetreten sein. Denn man kann gewissermaßen eine Art religiöser Empfindung, eine Art dunklen, religiösen Gefühles damit vereinigen, wenn man unmittelbar vom Menschen zur Gottheit aufsteigt; aber niemals ist so ein wirkliches Verständnis der Welt möglich, nimmermehr kann man damit ein wirkliches Bild der Weltentwickelung vereinigen. Darum ist jetzt der Menschheit das Weltverständnis verloren gegangen; und dasjenige in der Religion, was nur auf Empfindung, auf dumpfen Gefühlen beruht, wird sich immer wieder hinwegleugnen lassen gegenüber den materialistischen Vorstellungen. Durch die theosophische Weltanschauung wird wieder ein Weltverständnis eröffnet dadurch, daß die Menschen wieder etwas von diesen Wesenheiten erfahren. Und so wird ein Anhaltspunkt geschaffen, um dem Leugnen einer höheren Welt zu begegnen. Die Menschen, die sich heute sträuben, diese Welt anzuerkennen, bereiten immer mehr den Boden vor des plattesten, verheerendsten Materialismus. Die Materialisten sind selbst eigentlich dabei die Opfer; die eigentlichen Verursacher sind diejenigen, die aus Bequemlichkeit nichts wissen wollen von dem, was zwischen Mensch und Gottheit besteht.
Cite:
GA 98/the_relationship_between_worlds_and_beings/p005 · edition original