{"corpus":"steiner","locus":"GA 98/the_relationship_between_worlds_and_beings/p011","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Wenn wir nun in der Betrachtung hinaufsteigen zu den Erzengeln, dann kommen wir zu Wesenheiten, welche wieder ein anderes Wahrnehmungsvermögen haben und eine andere Art von Taten. Für sie ist auch die Pflanzenwelt nicht mehr von Interesse, nicht mehr wahrnehmbar. Ihre Wahrnehmung beginnt erst mit der Tierheit. Sie ist ihr unterstes Reich; dann kommen die Menschen, Engel und Erzengel. Das sind die vier Reiche dieser Wesenheiten. So dürfen wir sagen, daß wir zu solchen erhabenen Wesenheiten hinaufschauen, die mit ihren Taten nur noch bis in die Tierheit hinunterreichen. Sie leben in dem Tierreich, Menschenreich und so weiter. Bis in das Pflanzenreich reichen ihre Taten nicht hinunter. Diese Dinge wußte ein früheres Bewußtsein der Menschen. Und wir können hier einen tiefen Blick tun in das Gemütsleben früherer Völker und Zeiten. Ebenso wie unsere Vorfahren in den Pflanzen noch die Taten der Engel empfunden haben, so empfanden sie in den Tieren die Taten der Erzengel. Deswegen widmeten die alten Völker bestimmten Tieren eine gewisse Verehrung, zum Beispiel die Ägypter. Hier drückt sich das Wissen der Menschen aus. Wer die merkwürdigen Gestalten der ägyptischen Tierverehrung so betrachtet, der wird mit Ehrfurcht stehen vor der tiefen Weisheit dieser Menschen. Nicht umsonst brachten sie diese Tiere in Zusammenhang mit höheren Wesenheiten und mit dem Menschen. Erinnern wir uns daran, wie das Leben der Menschen immer zusammengehangen hat mit dem Leben der Tiere, wie der Fortschritt auf Erden mit den Tieren zusammenhängt — gewisse Erwerbszweige sind von den Tieren abhängig -, dann werden wir begreifen, was für eine tiefe Grundlage diese Tierverehrung hatte.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"Die Zusammenhänge der Welten und Wesen","site_heading":null,"date":"1908-04-29","location":null,"word_count":257,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/98/the_relationship_between_worlds_and_beings/p011","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/98/the_relationship_between_worlds_and_beings/p011"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/98/the_relationship_between_worlds_and_beings/p011","paragraph_aligned":true}],"record":{"record_type":"listeners_notes","scope":"volume","note":"Written from listeners' notes, summaries, or memory rather than a shorthand transcript. The wording is the note-taker's as much as Steiner's: weigh a single striking phrase here far more cautiously than the same phrase in a stenographic volume, and do not rest an argument on one word.","evidence":"Hörernotizen von achtzehn Vorträgen","evidence_translation":"Listeners' notes of eighteen lectures","evidence_source":"Rudolf Steiner Verlag Gesamtverzeichnis 2022, volume subtitle. The translation is the maintainer's, not a published one."}}