{"corpus":"steiner","locus":"GA 98/the_relationship_between_worlds_and_beings/p013","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Nun könnten Sie mich fragen, nicht wahr, es könnte gedacht werden ein Wesen, das die einzelnen Organe des Menschen wahrnimmt und ihn nicht als ein Ganzes begreifen kann; es kann sich nicht denken, daß diese Organe ein Ganzes bilden. So könnten Sie sagen: Gewiß, vielleicht nimmt der Mensch mit seiner heutigen Wahrnehmung nicht unmittelbar die Engel und Erzengel wahr, vielleicht nimmt er das wahr, was ihre Organe, ihre Ohren, ihre Augen sind. Oder wir können uns vorstellen, die Engel nehmen Pflanzen, Tiere, Menschen und Engel wahr; welches sind denn ihre Sinnesorgane? — Vielleicht könnte der Mensch die Sinnesorgane der Engel wahrnehmen? Wo sind diese? — Sie sind vorhanden und sind für den Menschen wahrnehmbar. Die Menschen wissen es nur nicht. Die Sinnesorgane der Engelwesen werden Ihnen begreiflich sein, wenn ich Ihnen sage, daß der Mensch an sich selber zwei Augen hat zum Sehen der mineralischen Welt, daß er sie aber an sich selber nicht unmittelbar wahrnimmt. Die Sinnesorgane sind da zum Wahrnehmen, nehmen sich aber selbst nicht wahr. So geht es den Engeln mit der mineralischen Welt. Ihre Sinnesorgane sind in der mineralischen, physischen Welt zu finden; aber sie nehmen diese Welt selber nicht wahr. Die Sinnesorgane der Engel sind unsere Edelsteine. Diese sind ein geheimnisvolles Werkzeug für die Wahrnehmung der Engelwesen. Die Organe liegen also innerhalb der mineralischen Welt. Wie der Mensch seinen Gefühlssinn, seinen Tastsinn hat, so haben auch diese Wesenheiten ihren Gefühlssinn, und der drückt sich aus im Karneol, ihr Gesichtssinn im Chrysolith. Sie nehmen eben in der mineralischen Welt nicht wahr, weil ihre Sinnesorgane darin sind. Selbst davon finden wir bei den alten Völkern ein dunkles Bewußtsein; sie schreiben den Edelsteinen eine bestimmte Wirkung zu. Diese Wirkung kommt daher, weil die Engel in ihnen anwesend sind.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"Die Zusammenhänge der Welten und Wesen","site_heading":null,"date":"1908-04-29","location":null,"word_count":290,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/98/the_relationship_between_worlds_and_beings/p013","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/98/the_relationship_between_worlds_and_beings/p013"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/98/the_relationship_between_worlds_and_beings/p013","paragraph_aligned":true}],"record":{"record_type":"listeners_notes","scope":"volume","note":"Written from listeners' notes, summaries, or memory rather than a shorthand transcript. The wording is the note-taker's as much as Steiner's: weigh a single striking phrase here far more cautiously than the same phrase in a stenographic volume, and do not rest an argument on one word.","evidence":"Hörernotizen von achtzehn Vorträgen","evidence_translation":"Listeners' notes of eighteen lectures","evidence_source":"Rudolf Steiner Verlag Gesamtverzeichnis 2022, volume subtitle. The translation is the maintainer's, not a published one."}}