{"corpus":"steiner","locus":"GA 98/the_relationship_between_worlds_and_beings/p025","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Im Umlauf der Erde um die Sonne, diesem sogenannten Umlauf, liegt eine tiefe Weisheit, und der Mensch wird einst erkennen, daß darin etwas ungeheuer Bedeutungsvolles sich abspielt. Wundern Sie sich nicht, daß ich sage: «sogenannt». Was heute in den Schulen gelehrt wird über die Art, wie die Erde sich um die Sonne bewegt, ist nur das Ergebnis eines Rechenexempels. Es ist gar nicht absolut wahr. Diese Erklärung wird auch einst ganz andere Formen annehmen. Selbst geschichtlich könnten sich die Menschen unterrichten, daß es nicht so ist. Es ist eine ganz merkwürdige Sache mit dem System des Kopernikus. Er gründete seine Anschauung auf drei Grundsätze, von denen die heutige Wissenschaft nur zwei angenommen hat, den dritten aber unter den Tisch hat fallen lassen. In Wirklichkeit rast die Sonne mit großer Geschwindigkeit durch den Weltenraum auf das Sternbild des Herkules zu. Eine solche Bewegung, wie sie gewöhnlich geschildert wird, wird nur dadurch vorgetäuscht, daß sich die Planeten mitbewegen. Die wahre Erdbahn bildet eine Schraubenlinie. Was man die Schiefe der Ekliptik nennt, ist die Schwerkraftlinie zwischen Sonne und Erde. Man hat vergessen, daß die Erde im Laufe eines Jahres sich einmal dreht um die Achse der Ekliiptik, und diese Drehung kombiniert sich mit der Schraubendrehung. Diese beiden Dinge hat Kopernikus noch auseinandergehalten, aber jetzt tut man es nicht mehr. Die Bewegung mit der Ekliptik hat man fallen gelassen. So stimmt es mit den Tatsachen gar nicht überein, wenn man sagt, die Erde dreht sich um die Sonne. In Wahrheit ist eine Schraubenbewegung vorhanden.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"Die Zusammenhänge der Welten und Wesen","site_heading":null,"date":"1908-04-29","location":null,"word_count":250,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/98/the_relationship_between_worlds_and_beings/p025","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/98/the_relationship_between_worlds_and_beings/p025"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/98/the_relationship_between_worlds_and_beings/p025","paragraph_aligned":true}],"record":{"record_type":"listeners_notes","scope":"volume","note":"Written from listeners' notes, summaries, or memory rather than a shorthand transcript. The wording is the note-taker's as much as Steiner's: weigh a single striking phrase here far more cautiously than the same phrase in a stenographic volume, and do not rest an argument on one word.","evidence":"Hörernotizen von achtzehn Vorträgen","evidence_translation":"Listeners' notes of eighteen lectures","evidence_source":"Rudolf Steiner Verlag Gesamtverzeichnis 2022, volume subtitle. The translation is the maintainer's, not a published one."}}