Fünfter Vortrag
Als im Mittelalter die Hunnen von Asien her sich in die europäischen Länder ergossen und beunruhigende Kriege verursachten, hatte das auch eine geistige Bedeutung. Die Hunnen sind die letzten Überbleibsel alter atlantischer Völker. Sie stehen in tiefer Dekadenz, die sich in einem gewissen Verwesungsprozeß ihres Astral- und Ätherleibes äußert. Diese Verwesungsstoffe fanden einen guten Mutterboden in der Furcht und dem Schrecken, den sie bei allen Völkern verursachten. Dadurch impften diese ihren Astralleibern solche verwesenden Stoffe ein, und das übertrug sich nun bei einer späteren Generation auf den physischen Leib. Die Haut saugte das aufgenommene Astralische ein, und die Folge davon war eine Krankheit des Mittelalters: der Aussatz. Der physische Arzt würde selbstverständlich physische Ursachen für diesen Aussatz ins Feld führen. Ich will nicht bekämpfen, was der Arzt sagt, aber es liegt bei ihm folgende logische Schlußfolgerung vor: Es verletzt jemand bei einer Rauferei einen anderen mit einem Messer, er hatte ein altes Rachegefühl gegen ihn. Nun sagt der eine, die Verletzung entstand aus dem Rachegefühl, der andere sagt, das Messer war die Ursache. — Beide haben recht. Das Messer war die letzte physische Ursache, aber dahinter liegt die geistige. Wer nach geistigen Ursachen sucht, wird immer die physischen gelten lassen. Wir sehen hier, wie geschichtliche Ereignisse bedeutsam wirken auf ganze Generationen hin, und wir lernen, wie wir verbessernd eingreifen können auf lange Zeiten bis tief in die Gesundheitsverhältnisse hinein.