Sechster Vortrag

GA 99/1907-05-30/p004 ·1907-05-30 · original (original)
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Wenn wir zwei Gefäße mit Wasser vor uns stehen haben und eine bis zum Glühen erhitzte Eisenkugel in das eine Gefäß werfen, dann zischt das Wasser auf und wird warm. Nehmen wir nun die Kugel heraus und werfen sie in das andere Gefäß, da zischt das Wasser nicht mehr auf und erwärmt sich nicht mehr. Hätten wir nun gleich die Kugel in das zweite Gefäß hineingeworfen, so wäre es auch da geschehen, daß das Wasser gezischt und die Kugel sich abgekühlt hätte; so kann es aber nicht mehr zum Zischen gebracht werden, denn die Kugel ist nicht mehr glühend, weil sie sich bereits im ersten Gefäß abgekühlt hatte. Die Wirkung des Verhaltens der Kugel im ersten Gefäß bedingt ihr Verhalten im zweiten Gefäß. So hängen im physischen Leben Ursache und Wirkung stets zusammen. Von dem, was mit einem Ding vorher geschieht, hängt es ab, wie sich das Ding nachher beträgt.

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