Sechster Vortrag

GA 99/1907-05-30/p020 ·1907-05-30 · original (original)
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Dafür wieder ein Beispiel aus dem Leben: Bei einer mittelalterlichen Femgerichtsversammlung waren eine Anzahl Femrichter, die das Urteil sprachen und es selbst vollzogen. Sie töteten eine Person. Man ging zurück in frühere Verkörperungen der Richter und des Getöteten, und da stellte es sich heraus, daß alle zu gleicher Zeit gelebt hatten, und zwar der Hingerichtete als Häuptling eines Stammes, und dieser hatte diejenigen, die jetzt Femrichter waren, hinrichten lassen. Diese Tat des vorherigen physischen Lebens hat den Zusammenhang geschaffen zwischen den Personen; sie hat Kräfte geschaffen, die bis in die Akasha-Chronik hineinwirken. Wenn nun ein Mensch wiederum zur Verkörperung kommt, lassen diese Kräfte ihn wiederum geboren werden gleichzeitig und am selben Ort mit dem Menschen, mit dem er so verkettet ist, und wirken sein Schicksal aus. Die Akasha-Chronik ist tatsächlich eine Kraftquelle, in der alles eingeschrieben ist, was ein Mensch an den andern abzutragen hat. Diese Vorgänge kann mancher spüren; die wenigsten sind sich aber dessen bewußt.

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