Sechster Vortrag

GA 99/1907-05-30/p028 ·1907-05-30 · original (original)
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Wir müssen noch über manches andere sprechen, um das Karmagesetz zu verstehen. Aus einer gewissen intimen Erkenntnis des Karmagesetzes ist überhaupt die geisteswissenschaftliche Bewegung hervorgegangen. Sie haben eben gesehen, wie Dinge, die im Ätherleib liegen, im nächsten Leben auf den physischen Leib wirken. So wirkt die Gesinnung, die Neigung zu denken, in einer ganz bestimmten Art zu denken, auf den physischen Leib, und so ist es für eine nachfolgende Inkarnation nicht gleichgültig, ob Sie in Ihrer Gesinnung spirituell oder materialistisch sind. Ein Mensch, der etwas von höheren Welten weiß — er braucht nur an die höheren Welten zu glauben —, hat in seinem nächsten Leben einen zentrierten physischen Leib, dessen Nervensystem ruhig wirkt, den er in der Hand hat, bis in die Nerven hinein. Ein Mensch dagegen, der nur gelten lassen will, was in der Sinnenwelt ist, der pflanzt diese Gesinnung fort auf seinen physischen Leib und hat in der nächsten Verkörperung einen solchen, der zu Nervenkrankheiten disponiert ist, einen zappeligen physischen Leib, der keinen festen Willensmittelpunkt hat. Der Materialist zerfällt in lauter Einzelheiten; der Geist hält zusammen, denn er ist die Einheit.

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Cite: GA 99/1907-05-30/p028 · edition original