{"corpus":"steiner","locus":"GA 99/1907-06-05/p018","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"So verändert alles, was in der Seele des Menschen vorgeht, den Bau des menschlichen Organismus. Und wenn Sie sich jetzt den Menschen denken, der imstande ist, durch das ausgesprochene Wort seinesgleichen zu schaffen, dessen Herz zu einem willkürlichen Muskel geworden ist, der auch noch andere Organe verändert haben wird, dann haben Sie eine Vorstellung von der Zukunft des Menschengeschlechtes auf künftigen planetarischen Verkörperungen unserer Erde. Auf unserer Erde wird die Menschheit so weit kommen, wie sie unter dem Einfluß eines Mineralreiches kommen kann. Dieses Mineralreich wird, trotzdem es am letzten entstanden ist, in seiner heutigen Form am ehesten wieder verschwinden. Der Mensch wird dann seinen Leib nicht mehr aus mineralischen Substanzen aufbauen wie heute; der künftige Menschenleib wird sich zunächst nur das eingliedern, was pflanzlicher Substanz ist. Alles, was heute im Menschen mineralisch wirkt, wird verschwinden. Um Ihnen ein grotesk ausschauendes Beispiel zu geben: Heute spuckt der Mensch seinen gewöhnlichen Speichel aus. Es ist ein mineralisches Produkt, denn des Menschen physischer Leib ist ein Ineinanderwirken von mineralischen Vorgängen. Wenn der Mensch seine mineralische Entwickelung vollendet haben wird, wird er nicht mehr einen mineralischen Speichel spucken, sondern dieser Speichel wird pflanzlicher Natur sein, und der Mensch wird sozusagen Blumen spucken. Keine Drüse wird mehr Mineralisches absondern, sondern nur Pflanzliches. Dadurch wird das mineralische Reich überwunden, daß der Mensch sich wieder zum pflanzlichen Dasein entwickelt.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"Dreizehnter Vortrag","site_heading":null,"date":"1907-06-05","location":null,"word_count":223,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/99/1907-06-05/p018","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/99/1907-06-05/p018"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/99/1907-06-05/p018","paragraph_aligned":true}],"record":{"record_type":"unknown","scope":"volume","note":"How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.","evidence":null,"evidence_translation":null,"evidence_source":null}}